Grönland
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Grönland
Grönland oder Kalaallit Nunaat, das „Land der Menschen“, wie die Grönländer selbst ihre Heimat nennen, ist die größte Insel der Welt. An der von tiefen Fjorden eingeschnittenen Küste leben nur etwa 55.000 Menschen inmitten einer gewaltigen arktischen Natur. Das innere Grönlands ist unbewohnt und komplett von Eis bedeckt, welches das Land zu 85% einnimmt und stellenweise bis zu 3000 m dick ist.

So weit das Auge reicht erstreckt sich die weiße Weite beinahe endlos in alle Himmelsrichtungen und bildet die größte Festland-Eismasse auf der Nordhalbkugel. Würde der gesamte Eisschild Grönlands abschmelzen, dann stiege der Meerwasserpegel weltweit um sieben Meter. Auch das Klima in Mittel- und Nordeuropa wird maßgeblich von den Bedingungen über dem grönländischen Inlandeis bestimmt. Wo sich dieses Inlandeis der Küste nähert, fließen Gletscher hinab zum Meer und große Stücke brechen dort ab und treiben als Eisberge auf dem Wasser weiter.

Im Sommer erstrahlt die Mitternachtssonne ununterbrochen über der Landschaft, im Winter erlischt alles in der dunklen Polarnacht. Grönland, ein Land der Kontraste, in dem noch heute die Nachfahren einer jahrhundertealten Kultur leben, die erst in den letzten fünfzig Jahren den Übergang von der traditionellen Jäger- und Fängergemeinschaft in die moderne Industriegesellschaft vollzogen hat.

Doch Grönlands Eisdecke schrumpft. Zudem wird das Eis auf den Fjorden immer dünner oder es bildet sich erst mit monatelanger Verspätung, wodurch sich der Zeitraum verkürzt, in dem es mit Hundeschlitten zu befahren ist. Damit sind den Grönländern die Wege zu ihren Jagdgründen versperrt und immer weniger können ihren Lebensunterhalt ausschließlich auf traditionelle Weise bestreiten. Die Grönländer sind die ersten Menschen, die ihr Leben aufgrund des Klimawandels fundamental werden ändern müssen.

Hinweis
In der Arktis vollziehen sich gegenwärtig die schnellsten und gravierendsten Klimaänderungen auf der Welt. Im Laufe der nächsten hundert Jahre wird das Tempo dieses Klimawandels noch zunehmen und zu bedeutenden physikalischen, ökologischen, sozialen und ökonomischen Veränderungen führen, von denen einige bereits begonnen haben. Der Klimawandel in der Arktis führt zu einem globalen Temperaturanstieg und zu steigendem Meeresspiegel mit erheblichen Folgen für den Rest der Welt.

Nach vier Jahren liegt nun die Studie "Arctic Climate Impact Assessment (ACIA)" vor, in der die Klimaveränderungen in der Arktis und ihre Auswirkungen für die Region und die Welt veröffentlicht wurden.

ACIA ist eine Studie, die vom Arctic Monitoring and Assessment Programme (AMAP), der Conservation of Arctic Flora and Fauna (CAFF), sowie dem International Arctic Science Committee (IASC) durchgeführt und vom Arktischen Rat in Auftrag gegeben wurde.

Eine allgemeinverständliche Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Studie ACIA liegt nun in Buchform vor:

Der Arktis-Klima-Report, Die Auswirkungen der Erwärmung, Convent Verlag, Hamburg 2005
ISBN 3-934613-86-1

Oder unter: www.amap.no/acia/index.html

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